
Kaum ein Sommer vergeht ohne die Begeisterung für das Grillen – doch immer wieder werden mögliche Risiken beim Grillen mit Holzkohle diskutiert. Hinzu kommt: Minderwertige Holzkohle, die schnell zerfällt und nicht ausreichend Hitze liefert, macht aus der BBQ-Party eine echte Herausforderung, wenn es darum geht, Speisen perfekt zu grillen. Welche Arten von Holzkohle gibt es, worauf sollte man unbedingt achten, welche Risiken bestehen und wie kann man sie vermeiden? Wir geben einen Überblick.
Warum kann Holzkohle gesundheitsschädlich sein?
Grundsätzlich kann jede brennende Substanz krebserregend sein, da bei sehr hohen Temperaturen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und heterozyklische aromatische Amine (HAA) entstehen – zwei Moleküle, die sich bei direktem Kontakt von Lebensmitteln mit der Flamme bilden können. Werden diese giftigen Moleküle eingeatmet oder aufgenommen, gelten sie als krebserregend. Wer jedoch einige Sicherheitsregeln beachtet, für den ist das Risiko sehr gering. Mehrere Studien der französischen Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Arbeitsschutz (Anses) zeigen, dass das Risiko einer Überexposition gegenüber diesen Molekülen „absolut begrenzt“ ist.
Wie lassen sich toxische Risiken beim Grillen mit Holzkohle minimieren?
Um die Entstehung dieser chemischen Verbindungen zu vermeiden, sollten die Speisen in ausreichendem Abstand (etwa 10 cm) zur Glut platziert werden, sodass sie durch die Hitze der Glut und nicht durch die Flammen gegart werden. Die Temperatur sollte dabei um die 220° liegen.

Worauf sollte man bei der Auswahl hochwertiger Holzkohle achten?
Holzkohle kann aus verschiedenen Holzarten hergestellt werden – und die Holzart spielt eine entscheidende Rolle für das Grillergebnis, ebenso wie beim Räuchern auf dem Grill. Wenn Sie mit Ihrem Kokko räuchern möchten, folgen Sie unserem praktischen Guide!
1 – Gereinigte Holzkohle
Um sicherzugehen, dass Sie hochwertige Holzkohle kaufen, empfiehlt es sich, gereinigte Holzkohle statt herkömmlicher Holzkohle zu wählen. Sie ist reiner, enthält also so wenig wie möglich organische Rückstände, Feuchtigkeit und Teer und verbrennt dadurch deutlich besser. Ihr Kohlenstoffgehalt sollte über 80 % liegen. Ein Blick auf die Angaben auf der Verpackung gibt Aufschluss.
Je größer die Stücke, desto weniger Staub enthalten sie und desto leichter lassen sie sich entzünden.
2 – Hartholz oder Weichholz?
Für das Grillen von Gemüse, Fisch, zartem Fleisch oder pflanzlichen Alternativen – etwa bei einem vegetarischen Grillabend – empfiehlt sich Holzkohle aus Weichholz. Sie lässt sich leichter entzünden und erreicht schnell hohe Temperaturen. Diese Holzkohle wird literweise verkauft.
Für größere Stücke, längere Garzeiten oder größere Mengen sind Holzkohlen aus Hartholz besonders zu empfehlen. Sie sind zwar etwas schwerer zu entzünden, halten aber die Hitze deutlich länger. Diese Holzkohle wird kiloweise verkauft.
Generell gilt: Wer auf Qualität setzt, sollte zu Holzkohle mit der Kennzeichnung „Restaurantqualität“ oder „handwerkliche Holzkohle für Grillgerichte“ greifen.
3 – Achten Sie auf die Herkunft der Holzkohle
Achten Sie beim Kauf auf die Herkunft der Holzkohle. Importierte Holzkohle ist häufig mit Problemen wie Abholzung oder Ausbeutung von Arbeitskräften verbunden. Bevorzugen Sie Holzkohle aus Frankreich. Einige Marken bieten sogar Holzkohle aus „nachhaltig bewirtschafteten französischen Wäldern“ an. Zwei Siegel garantieren nachhaltige Forstwirtschaft: FSC und PEFC.
Gibt es umweltfreundlichere Alternativen zu Holzkohle?
Es ist durchaus möglich, beim Grillen auf Holzkohle zu verzichten. Im Handel finden sich alternative Brennstoffe wie Kokosnussschalen, Rebholz, Maiskolben oder Olivenkerne. Diese sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern verleihen Ihren Grillgerichten auch ein besonderes Aroma – allerdings halten sie nicht so lange wie Holzkohle.

Sie fragen sich, welche Zubehörteile Ihnen helfen, Holzkohle effizienter zu entzünden und zu sparen?
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